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......Die Tatsache, dass Marialuisa Sponga eine
traditionelle Nähmaschine bei der Arbeit ihrer Werke
benutzt, hat einen tieferen Sinn. Es ist so, als ob man beim
Zusammensetzen einzelner, verstreuter Teile eines Bildes weitaus
mehr als ein Übereinandersetzen von Würfelformen
benötigte und man den Verlauf des Randes mit einer Dispersion
verneinenden Präzision verfolgte, um den Widerstand der
Angrenzung zu sichern. Das Spiel der so genähten Oberflächen,
im bildlichen Sinne gesehen, lenkt auf verschiedene Fluchtpunkte.
Die eigentliche Tiefe aber liegt nicht ausserhalb des Bildes:
sie rührt ganz aus den feinen Differenzen der einzelnen
Schichten, beeinflusst durch die Auswahl der einzelnen Materialien.
Anne
Dunand
"Chromatic
Fields n.2" 1996 -
240 x 80 cm.
Assemblage machine quilted, cotton, polyester, gauzes, plastic,
transparent thread, metallic net, raffia, natural dyed flocks
of wool, treated cloth and threads.
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| ......In
ihrem Kunstwerk "Campi Cromatici" greift Marialuisa
Sponga auf traditionell weibliche Techniken und Instrumente
zurück, um neuartige Schriftzüge zu schaffen, die
beim Zusammensetzen von Stoffen und Garnen eine Art Hieroglyphenschrift
bilden. Sie vereint synthetische Materialien und Metalle, Cyber-Chiffre
ihrer Werke. |
| Chiara
Mangiarotti |
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......Die
Hoffnung auf eine Vereinigung zwischen Mensch und seiner Umwelt
nimmt in der Komposition "Campi Cromatici 3", ausgestellt
in der Städtischen Textilkunstsammlung zu Chieri, Gestalt
an. Die durch die Watte voluminös wirkenden Gazen und
Leinwände zeigen einen faltigen Ausdruck, der zur
Metapher auf die Vielfalt des Lebens wird. Die zarten Farben
offenbaren ihre Farbpalette, die betont wird durch ein Sicherheben
der Stoffe, wobei die einzelnen Stoffelder nicht steif sind,
sondern sich durchkreuzen und sich in einer Dimension umeinander
wickeln, die der organischen Natur eigen ist.Die unendliche
Vielfalt des Daseins breitet sich analytisch aus und kann
durch den in der Komposition festgehaltenen Augenblick genossen
werden.
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Augusta
Moletto Zucchi
"Chromatic
Fields n.3" 1998
- 220
x 105 cm.
Assemblage machine quilted, cotton, polyester, gauzes, natural
dyed flocks of wool, transparent thread, copper wire, sisal,
treated cloth and threads.
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Welche
Faszination üben Maria Luisa Sponga's Werke auf mich
aus ?
Vielleicht ist es die Geometrie der von Maschine gezeichneten
Linien, die gehorsam sich anschickt Voluten zu schaffen, die
dann zu einem System werden, in dessen Innerem sich Farbvolumina
und die Deutlichkeit der Stoffsubstanz organisieren. Tief
beeindruckt hat mich die natürliche Kraft, ausgedrückt
durch die Textilsubstanz, die aus der Komposition auszubrechen
scheint, dann aber sofort vom Liniennenetz aufgegriffen und
in dessen Innerem zurückgehalten wird. Das Eindringen
des Garnproduktes wird unterbrochen. Die Kunst der Marialuisa
Sponga hat die Gabe durch Nostalgie der Farben und eine feste
Linienbeharrlichkeit aufzuheitern. Die scheinbar starre und
feindliche Nadel der Nähmaschine beugt sich einem gewandten
Gebrauch der Schrift und zeigt seine ganze Vielseitigkeit,
indem sie eine einschneidende Dynamik, die zutiefst beherrscht
ist, hervorbringt. Die Sanftheit der Gazen, verschönert
durch den Einsatz von Watte, schafft eine einheitliche Dimension,
beinahe eine Oberfläche, über die man streicheln
möchte.
Augusta
Moletto Zucchi

"Chromatic
Fields n.1" 1998
- 200
x 200 cm.
Assemblage machine quilted, cotton,
polyester, gauzes, copper wire, plastic, plastic net, natural
dyed flocks of wool, transparent thread, treated cloth and
threads.
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